Veranstaltungen, die im Rahmen von Kunstprojekten oder der Kunstvermittlung stattgefunden haben, sind unter den entsprechenden Kapiteln aufgeführt. Anbei eine Auswahl von Events, die das Museum im Allgemeinen oder spezielle Projekte und Kooperationen in den Vordergrund stellten.
Lange Nacht der Zürcher Museen
6. / 7. September
Im Rahmen der vom Verein Zürcher Museen initiierten Langen Nacht, an der sich rund 50 Museen beteiligten, bot das Kunsthaus Zürich ein vielfältiges Programm bis in die frühen Morgenstunden. Im Mittelpunkt stand die Ausstellung «Suzanne Duchamp», die einen neuen Blick auf die subtil-humorvolle Bildsprache der Dada-Künstlerin eröffnete.
Kurzführungen unter dem Titel «Materialien in der Kunst» führten im Halbstundentakt durch die Sammlung und beleuchteten anhand ausgewählter Werke unterschiedliche Materialien und Medien – von Licht und Video über Gewürze, Marmor, Holz und Textilien bis hin zu Bronze, Steinen und Gips.
Performative Höhepunkte setzten die Tänzerin Rena Brandenberger mit einem Reenactment von Mary Wigmans «Hexentanz» sowie das Claudia Dieterle Trio, das im Hodler-Saal impressionistische Musik interpretierte. Für humorvolle Akzente sorgte Rebekka Lindauer mit einem Programm zwischen Comedy und Satire. Um Mitternacht lud Markus Humbel zu einer Achtsamkeitssequenz mit Qi Gong in den Festsaal ein.
Das Malatelier war von 18 bis 1 Uhr geöffnet und wurde von Jung und Alt rege genutzt. Die Kunsthaus Bar sowie die Cafeteria boten Cocktails, Snacks, Musik und eine lebendige Atmosphäre bis 2 Uhr.
Das Kunsthaus verzeichnete an jenem Abend rund 8 880 Besuchende.
Unterstützt durch JTI.
Verleihung Roswitha Haftmann-Preis
21. November
Cecilia Vicuña war die 23. Preisträgerin des Roswitha Haftmann-Preises, der zu den höchstdotierten europäischen Kunstpreisen zählt und seit seiner Gründung eng mit dem Kunsthaus Zürich verbunden ist. Die chilenische Künstlerin, Aktivistin und Dichterin wurde für ihr politisch-poetisches Lebenswerk ausgezeichnet; der Stiftungsrat würdigte damit ein Werk, das künstlerische Radikalität mit poetischer Kraft und gesellschaftlichem Engagement verbindet. Zur feierlichen Preisverleihung im Kunsthaus Zürich begrüsste Ann Demeester, Präsidentin der Roswitha Haftmann-Stiftung, rund 300 Gäste. Die Laudatio hielt Stiftungsratsmitglied Dr. Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig in Köln. Im Anschluss führte Elena Filipovic, Direktorin Kunstmuseum Basel, ein inspirierendes und berührendes Gespräch mit der Künstlerin. Begleitend zur Preisverleihung wurde Vicuñas Film «What Is Poetry to You?» (1980) aus der Sammlung des Kunsthaus Zürich im Filmraum des Chipperfield-Baus gezeigt.
Tag der offenen Tür
6. Dezember
Am Tag der offenen Tür war der Eintritt ins Kunsthaus Zürich für alle kostenlos. Besuchende jeden Alters nutzten die Gelegenheit, das Museum aus neuen Perspektiven zu erleben und an einem vielfältigen weihnachtlichen Programm teilzunehmen. Besonders beliebt waren die «Ask Me»-Stationen im Müller- und Moser-Bau und die kunsthistorischen Bezüge zur Weihnachtszeit. Für Kinder und ihre erwachsene Begleitung gab es im Moser-Bau mit den «Koffergeschichten» ein stimmungsvolles Mitmach-Theater mit Musik. Das Malatelier lud zum kreativen Basteln von Weihnachtsschmuck ein, und der Besuch von Samichlaus und Schmutzli sorgte für eine festliche Atmosphäre, die insbesondere bei den Kindern für grosse Freude sorgte.
Rund 3 800 Personen nutzten die Gelegenheit für einen Kunsthaus-Besuch.
Unterstützt durch die UBS – Partnerin Kunsthaus Zürich.
Kooperationsanlässe (Auswahl)
Zurich Art Weekend
7. –9. Juni
Im Rahmen des Zurich Art Weekend nahm das Kunsthaus Zürich erneut eine zentrale Rolle als Veranstaltungs- und Begegnungsort der internationalen Kunstszene ein. Ein besonderes Glanzlicht bildete das ZAW Dinner am 8. Juni, zu dem rund 400 Gäste aus der internationalen Kunstwelt im Kunsthaus zusammenkamen. Das Dinner fand vor der Kulisse der frisch eröffneten Installation von Jeffrey Gibson statt und wurde von einer Performance von AlexandraBachzetsis begleitet.
Während des gesamten Wochenendes bot das Kunsthaus ein dichtes Programm mit Eröffnungen, Führungen und Performances. Das vielseitige Programm stiess auf ein erfreuliches Medienecho und unterstrich die Bedeutung des Kunsthaus Zürich als zentralen Akteur innerhalb des Zurich Art Weekend.
NZZ Live und Kunsthaus Zürich:
Edmund de Waal und die Kartografie der Erinnerung
4. Dezember
In Kooperation mit NZZ Live fand im Kunsthaus Zürich ein ausverkauftes NZZ Podium mit dem britischen Keramiker und Autor Edmund de Waal statt. Vor einem begeisterten Publikum präsentierte de Waal zentrale Gedanken seines internationalen Bestsellers «Der Hase mit den Bernsteinaugen» und sprach über die Symbiose von Erinnerung, Verlust und künstlerischer Praxis. Nach einem berührenden und inspirierenden Vortrag de Waals folgte ein tiefgründiges Gespräch mit Ann Demeester, Direktorin des Kunsthaus Zürich, und Martin Meyer, Leiter des NZZ Podiums.
Medienorientierungen
Zur Eröffnung der Ausstellungen fanden Medienorientierungen statt. Die grösste Resonanz erzielte die Pressekonferenz zu Roman Signer, die 63 Medienschaffende besuchten.